Röhren- Umsockelung, Fassung und Prüfkarten
Um den Nesper mit authentischem Aussehen und authentischer Funktion von Röhren -Trioden- zu versehen, habe ich den Nachbau von Sockel und Fassung, sowie einen Ersatz der EVE173/ EVN171 durch eine als Triode geschaltete 1S5T bzw. 1AF133 vorgesehen.
Dabei wird das Schirmgitter über einen Vorwiderstand an die Anode geschaltet.
Die Heizung der EVE173/ EVN171 hatten beachtliche 0,55 A, die Umbau- Röhren nur 25mA. Für die Parallelschaltung ist das kein Problem, die Röhren waren ja für Batteriebetrieb gedacht,
Bei Reihen- und Gruppenschaltungen mit Umbau- Röhren muß unbedingt der Heizkreis überprüft werden !
Es wäre auch möglich, beim Umbau den Heizstrom pro Röhre = 0,55 A herzustellen, aber das würde ja bedeuten, 2,8 V x 0,55 A = 1,5 W pro Röhre , also 7 x 1,5 W = 10,5W Gesamtheizleistung, einfach sinnlos in Wärme zu verheizen.
Mit dem Umbau kann man mit 2,8 V x 0,025 A =0,07 W, bei 7 Röhren, 7 x 25mA = 0,175A, sowie alle Röhren = 2,8 V x 0,175 A Gesamtstrom = 0,49 W Gesamt- Heizleistung, also dem Drittel der Heizleistung einer einzelnen Originalröhre, alle 7 Röhren betreiben (davon geht bereits die Hälfte in dieVorwiderstände im Sockel ein)
Dies gilt nur für einen Anschluß an eine 3 V Heizungsbatterie.
Dafür würden sich z. B. Trockenbatterien "Monozellen" 1,5 V eignen, ggf. mehrere 3V- Reihenschaltungen parallel.
Bei höheren Heizbatterie/ Akkus ist in der Leistungsbilanz ein Vorwiderstand mit einzuberechnen.
Hinweis: Der Nesper- Empfänger verwendete Eisenwasserstoff- Vorwiderstände, die zu den Röhren mitgeliefert wurden.
Diese ermöglichen den Anschluß jeder Röhre an 6 V Batteriespannung, alle Röhren mit ihren Widerständen sind dann parallel zu schalten.
Entweder werden die Eisenwasserstoff- Widerstände komplett weggelassen, die Speisung wird dann auf 3 V Batterie festgelegt, oder es wird für jede Röhre anstelle des Eisenwasserstoffwiderstands ein fester Vorwiderstand (128 Ohm), verwendet, welcher die 2,8 V aus der höheren Batteriespannung -damals 6 V- Bleiakku- herstellt.
Mit dem Umbau- Röhren ist im Vergleich zum Original ein sehr sparsamer Betrieb möglich.
Herrn Nesper hätte es sicher gefallen.

Hier ist ein Bauvorschlag für eine Fassung, aus der Zeitschrift "Der Radio Amateur" von 1925.
Die Fassungen waren damals noch AUF der Grundplatte oder dem Chassis.

Ich werde ja 7 Röhren herstellen müssen, zur Prüfung wäre eine Prüfung auf dem Röhrenprüfgerät Funke W19 eine gute Idee.
Aus den Daten habe ich also 2 Prüfkarten erstellt.
Damit können EVN171 und EVE173 geprüft werden, sowie deren beschriebene Nachbauten.
Hier nur als Bild, falls Bedarf besteht, die Karte ist bei mir als PDF in exakter Größe vorhanden, sollte aber vorher getestet werden, ggf. ist im Druckertreiber- Programm eine Differenz ausgleichbar.
Die Karten kann man auf Druckerpapier ausdrucken und auf dünne Pappe kleben, oder auf Fotopapier ausdrucken, und Löcher reinschneiden oder -stanzen.

Bei Ua = 100 V und Gitter Null: "Gut" bei 50%,
Beginn des Pfeils bei 100%.
EVE171 -> 1mA = 100%,
EVE173 -> 1,5 mA = 100%
Prüfung der EVE173-Edi.
