Röhren und Daten
Röhren EVN171 und EVE173
Bei Radiomuseum ist Dr. Nespers "Rahmenempfänger" gelistet, und dort wird durchgehend die RE11 als Bestückung angegeben- die ist jedoch sehr viel kleiner, als die auf den Fotos sichtbaren Röhren, und die RE11 hat oben eine Spitze = Pumpstutzen, der ist auf den Fotos von Gerät 1 und 2 jedoch überhaupt nicht vorhanden.
Vergleich RE11 mit EVN171 und EVE173, 25 Jahre Telefunken- Festschrift

Vergleich RE11 (Foto Rmorg) mit EVN171 (Foto W. B.)
Es ist also die Bestückung mit EVN171 und EVE173 anzunehmen.
Vermutlich letztere, die EVN171 wurde wohl als NF- Röhre verwendet- sie wäre bei dem niedrigen Frequenzbereich aber auch als HF- Röhre möglich.
Zudem gab es selbst für Entwickler, wie Dr. Nesper, damals wohl Schwierigkeiten, RE11 zu beschaffen, da nur geringe Stückzahlen gefertigt wurden.
Ein weiteres Indiz für die Bestückung mit EVN171 und EVE173 ist die Verwendung von Heizkreis- Widerständen -Eisenwasserstoff- Widerstände zwecks Heizstrom- Begrenzung und Stabilisierung- jede Röhre hatte einen genau zur Röhre passenden EW, der mit mit der Röhre mitgeliefert wurde. 
EVN171 ("Tellerröhre")
Kurzdaten der Röhre :
Heizspannung ca. 2,8 V
Heizstrom: 0,53 bis 0,56 A, Eisenwasserstoffwiderstand als Vorwiderstand
Anodenspannnung: 90 V
Anodenstrom: nicht bekannt
116 mm Höhe, 42 mm Durchmesser ,
Quelle, Quelle, Quelle
EVE173 (Zylinderröhre)
Kurzdaten der Röhre
Heizspannung: 2,8 V
Heizstrom 0,55 A
Anodenspannnung: 60...100 V
Anodenstrom: 1,5...2 mA
Steilheit: 0,1 mA/ V
Quelle
Die Verstärkung = Steilheit ist im Vergleich zu späteren Röhren äußerst gering.
0,1 mA/V... das kann man sich heute kaum noch vorstellen.
Es sind aber euch die ersten Röhren, die in einigermaßener Stückzahl gefertigt wurden, um die Zeit des 1. Weltkriegs, das darf man nicht vergessen.
Dies könnte jedoch für die Funktion der Schaltung wichtig sein.
Dazu bei der Beschreibung der Schaltung mehr.
Fotos aus Rein/ Wirtz,
