Analyse der Quelle: Prinzipschaltung
Aus der Beschreibung von Telefunken wissen wir, daß der E82 ein "Primär-, Sekundär- und Tertiär- Empfänger " ist.
Das bedeutet 3 Abstimmkreise. Zur Zeit der Detektorempfänger wurden die 3 Kreise einzeln abgestimmt.
Es gibt jedoch keine Schaltung eines ausgeführten, historischen Tertiär- Empfängers !
Nicht mal in ausländischen Quellen.
Sicher gab es solche Geräte, aber wahrscheinlich wurden sie nicht so exakt beschrieben, daß eine elektronische Suche sie findet.
Es ist aber auch verständlich, daß Tertiär- Empfänger zur Zeit der Kristalldetektor- Empfänger kaum zu finden sind- die Signalstärken waren sehr gering, die Durchgangsdämpfung dreier Schwingkreise reduzierte den Gewinn, bei drei Kreisen ist die Trennschärfe hoch, die gegenseitige Beeinflussung nicht zu unterschätzen, schon geringes Verstellen EINES Kreises konnte den Empfang bereits verhindern, die Bedienung bei schwachen und sehr schwachen Signalen dürfte alles andere als einfach gewesen sein.
Bereits Zweikreis- Empfänger jener Zeit, wie der hier beschriebene IP-500 = SE-143 hatten bereits Hilfsschaltungen, um überhaupt erst einmal ein Signal zu finden.
Ich fand nur diese eine, sehr vereinfachte Lehrbuch- Schaltung. 
Die einfache Prinzipschaltung würde, entsprechend berechnete Bauteile erstellt, jedoch bereits so "auf dem Küchentisch" funktionieren !
Industrielle Geräte haben jedoch viele Abstimm- und Verbindungsmöglichkeiten.
Es ist nicht bekannt, zu welchem Gerät diese Prinzipschaltung, mit galvanisch getrennten Kreisen, einer Variometer- Antennenspule und einer stellbaren Auskopplung zum Detektor, gehörte.
Es sind ja z. B. andere Abstimm- und Kopplungsarten möglich.
Die Stellbarkeit ist auch nicht geklärt- Schiebespulen oder Drehspulen- Variometer, Auskopplung mit einem Schleifer oder stufenweise schaltbar, damals wurde in Schaltunterlagen BEIDES so dargestellt !
Eine andere Schaltung mit 3 Abstimmelementen, die ich noch bei Jogi fand, ist ähnlich, aber kein Tertiär- Empfänger (Na, wer erkennt, warum ?).
Wir haben aber die wenigen Fotos des E82, und können die Bedienelemente zählen, analysieren, und Rückschlüsse auf die Schaltung ziehen.
Allerdings sind die Bedienelemente auf den Fotos als beschriftet zu identifizieren, aber die Beschriftung ist dermaßen verwaschen, daß sie nicht mehr zu entziffern ist- lediglich groß geschriebene oder hohe Buchstaben sind als größere Wortstellen zu identifizieren, sowie Leerstellen zwischen Wörtern.
Anhand einer gewissen Bedieungs- Logik habe ich also versucht, die Bedienelemente zu identifizieren, und mit einer Schaltung in Übereinstimmung zu bringen.
Hilfreich waren dabei auch Fotos anderer Telefunken- Geräte, deren Beschriftung noch lesbar oder mit etwas Mühe zu entziffern waren.
Eine gewisse Logik wird die Anordnung der Bedienelemente auch haben, etwa in Signalrichtung oder nach Funktionsgruppen. In den Bedienelementen der Funktionsbereiche am und nach dem Detektor wird kaum die Antennenabstimmung plaziert worden sein, diese hat an einer Seite des Gerätes ihre Positionen, die Bedienelemente der Sekundär- und Tertiär- Kreise dürften ihre Position mittig zwischen Antennenkreis und Detektorkreis haben, und die Bedienelemente des Detektorkreises sind eben "am Ende des Gerätes" plaziert.
Mit dieser Methode habe ich eine Frontplatten- Bedienfeld- Gestaltung rekonstruiert, und daraus eine Schaltung entwickelt, die ich für wahrscheinlich halte, und die der damaligen Konstruktionsweise entspricht.
Es gibt aber in Details gleichwertige Möglichkeiten mit anderen Schaltungskonfigurationen.
Da es keinen einzigen erhaltenen E82 mehr gibt, muß dies genügen.
Díese Ermittlung brachte jedenfalls das, was beschrieben wird, genau der beschriebene Tertiär- Empfänger, mit den damals üblichen Möglichkeiten.
Hier erst mal eine grobe Übersichtsschaltung, aus der Prinzipschaltung.
