Analyse der Fotos
Bei der Analyse der Fotos wird klar, daß man hier einen besonders aufwendigen Empfänger geschaffen hat.
Auf dem Katalog- Foto ist anscheinend alles horizontal und vertikal exakt ausgerichtet und feststehend montiert, es ist ein nicht exakt bogenformiges, verschwommenes Detail rechts der Spule erkennbar, was wegen der mangelnden, exakten Bogenform wie ein Foto- Artefakt, also ein beim Entwickeln des Fotonegativs entstandener Bildfehler erscheint.
Aber dann sieht man auf dem Ausstellungs- Foto, daß die Spule oben...
...um 45° geschwenkt ist.
Es ist also keine feststehende Spule !
Das bogenförmige Detail ist entweder eine Führungsschiene oder eine Skale zur Einstellung der Gradzahl.
Ein ähnliches Detail ist rechts der unteren Spule zu sehen, es ist aber exakt vertikal.
Es ist also anzunehmen, daß die untere Spule, ganz oder die obere Hälfte, ebenfalls bewegt werden kann- in vertikaler Richtung.
Es scheint eine Halterung des Spulen- Mittelpunkts in Richtung unterem Teil der möglichen Skale oder Führung zu geben. Möglicherweise könnte also der obere Spulenabschnitt, vielleicht auch beide Hälften unabhängig oder zusammen, bewegt werden. Vielleicht ist es auch nur eine Draht- Zuführung, wie sie bei der oberen Spule, zu einer Buchse in der Mitte der Frontplatte darüber, zu sehen ist.
Ich vermute aber ZWEI große Wechselspulen mit je 2 Wicklungsabschnitten als einzige Bauteile, die den Frequenzbereich bestimmen. Möglicherweise sind in deren Innerem ebenfalls Spulen vorhanden, die von außen nicht sichtbar sind.
Andere Wechselmöglichkeiten sind nicht zu sehen.
So entfällt auf jeden Fall eine Wellenbereichsumschaltung- diese wird einfach durch den Spulenwechsel der zwei Spulen durchgeführt.
Das erspart etliche Drehschalter mit Kontakten und etlichen Ebenen.
Bei beweglichen Geräten ist die Möglichkeit der Anpassung verschiedenster Antennen eine Notwendigkeit.
Für eine Großstation, die in niedrigen Frequenzbereichen, vom Langwellen- Rundfunkband bis hinunter zum Längstwellen- Bereich arbeiten, sind sehr große, sehr lange Antennen mit hohen bis sehr hohen Kapazitäten (500- 1500 pF !) anzunehmen.
Das erspart universelle Anpaßmittel und Schalt-/ Betätigungs- Bauteile.
Da reicht das Minimum aus, evtl. nur ein Schalter mit wenigen Stufen an einer angezapften Antennen- Spule, wie beim "Telefunken- Zeitzeichen- Empfänger E49".
Fotoserie Analyse der Fotos
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Ausgehend von diesen Beobachtungen kann man auf die Schaltung Rückschlüsse ziehen.
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