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2026 - Neue Erkenntnisse, neue Projekte

In den letzten Monaten konnte ich eine große Menge an Informationen recherchieren, so daß ich diese, sowie sich daraus ergebende Projekte, veröffentlichen werde.

So fand ich Hinweise auf historische Empfänger der "Vor- Radio- Zeit", das meint die Frühzeit der Funktechnik, es gab zu dieser Zeit nur Funkpioniere in der Forschung, Behörden- und Militärfunk, und einige wenige Erfinder, Bastler und Amateure, die jedoch Erstaunliches leisteten.

Ja, es gab auch Sender in dieser Zeit, die ersten noch als "Knallfunkensender", "Löschfunkensender", "Lichtbogensender" und "Maschinensender", bis auf einen "Knallfunkensender", der ein Projekt von mir ist, sind diese jedoch nicht mein Thema.
Die ersten Röhrensender jedoch schon, und da habe ich auch Projekte durchgeführt, wie den ersten deutschen Rundfunksender, den "Voxhaussender" von 1923, dessen Nachbau 2023 zum 100- jährigen Jubiläum senden durfte, und nun habe ich weitere Projekte dazu in Arbeit.

Die Empfänger der Frühzeit waren ausgefeilte Geräte. Und mit diesen gab es auch friedliche Kontakte zwischen Menschen verschiedenster Länder per Funk.
 Und das ist ein Thema, zu dem ich jetzt viel schreiben möchte.

Wenn man heute z. B. den Begriff "Kristalldetektor- Empfänger" oder "Audion- Empfänger" liest, verbindet man damit meist kleine, hübsche Holzkistchen mit "Honigwaben- Spulen" und einem kleinen Kristalldetektor obenauf, Audion- Geräte mit einer oder mehreren kleinen Röhren. Von Firmen hergestellt, oder auch Eigenbauten von Bastlern und Amateuren.

Frühe Geräte waren kaum Radios
Die in vorigen Absatz genannten Geräte sind Geräte der "Radio- Zeit", als es bereits Sender gab, die Nachrichten und Musik ausstrahlten, die Leistung der Sender reichte, um Kopfhörerempfang ohne Verstärkerstufen zu ermöglichen, mit Audion- und / oder Verstärkerstufen konnten die Hörer die ersten Lautsprecher, die eigentlich ein größerer Kopfhörer mit einem aufgesetzten Trichter waren, betreiben.
Die frühen Geräte empfingen tonlose Träger, der durch spezielle Detektoren oder einen Überlagerungs- Oszillator hörbar gemacht wurde.

Es gab bereits Musik-/ Sprach- Sendungen
In den USA gab es schon sehr früh modulierte Aussendungen, oft durch Kohlemikrophone in der Antennen- oder Erd- Zuleitung, später durch Röhrenschaltungen, auch schon durch Amateure.
Und auch in Deutschland machte man diesbezüglich Versuche, die jedoch nur sporadisch durchgeführt wurden, teilweise wurden sie wegen der an Behörden oder Militär gebundenen Funktechnik- Anlagen nicht gewünscht und unterbunden.

Wer hörte Musik ?
Auf der Empfangsseite war es bereits möglich, modulierte Signale per Kopfhörer zu hören, wenn nicht die Empfangsanlage nur zur Beschickung von Morseschreiben genutzt wurde.
In den USA gabe es sehr viele Amateure, und es wurden Geräte für Amateure hergestellt und verkauft.
In Deutschland gab es vor dem Unterhaltungsrundfunk bereits Bastelbücher, das ist schon erstaunlich, weil der Funk nur für Militär und Behörden genutzt wurde, und bis auf Versuchssendungen, die ja sehr wahrscheinlich nicht öffentlich in Zeitungen angekündigt wurden, keine Musik und Sprache gesendet wurden, nur Telegraphie- Zeichen.
Wie viele Bastler sich das dennoch angetan haben... werden wir wohl nie erfahren.

Aber so ist das eben... auch Klein- Edi fing mit einem Detektorempfänger an, obwohl Mama ein leistungsfähiges Radio besaß, an welchem Edi später... bastelte.
:-)
Beide fanden sich übrigens später wieder an !

Funkpioniere
Immerhin gab es etliche
Funkpioniere, wie z. B. die bekannten deutschen Experten Zenneck, Nesper, in den USA Gernsback, Sleeper, und sehr viele andere, welche mit ihren Veröffentlichungen viele Bastler anregten, Anfang der 20er Jahre gab es dazu sehr viele Fachbücher und auch schon Bastelbücher.

Die "Großsuper" der Frühzeit

Es gab vor der Rundfunk- Zeit Zeit bereits Empfänger, für Behörden- und Militär- Funk, die sehr leistungsfähig waren, und sich nach über 100 Jahren nicht verstecken müssen !

Das waren eigentlich Kristalldetektor- und/ oder Audion- Empfänger.
Mit diesen wurden jedoch bereits Weitverkehrsverbindungen geschaffen, und es gab sogar interkontinentalen Funk !

Es gab in den Jahren um 1900 - 1920 bereits Funknetze, die Verbindungen zu Schiffen und festen Stationen gewährleisteten, die Stationen kannten sich auch untereinander. Die Stationen wurden von nur wenigen Herstellern errichtet, z. B. der Marconi Gesellschaft (USA, auch und zusammen mit RCA) und Telefunken (Deutschland, auch und zusammen mit AEG und Siemens).

Die kommerziellen Empfänger für solche Funkverbindungen waren enorm aufwendig, die Gehäuse Panzer- stabil, die innere Mechanik wie für Werkzeugmaschinen: Messing, Stahl, Gußeisen, höllisch schwer, aber robust und dabei äußerst präzise, die elektronischen Bauteile verwendeten verlustarme Materialien für hohe Gütewerte, die Verdrahtung wurde sorgfältig ausgeführt, spezielle Schaltungsdetails verringerten Verluste durch Kapazitäten.
Nichts wurde dem Zufall überlassen.

Die technischen Werte konnten sich durchaus sehen lassen: Empfindlichkeit in niedrigen Mikrovolt- Bereichen, Bandbreiten (in niedrigen Frequenzbereichen) drei- bis sogar zweistellig- das ist Größenordnungen über den Fähigkeiten normaler "Stubenradios", und auch heute noch das Feld der Spezialempfänger.

Nicht nur Sender und Empfänger
Zu den Empfängern gab es dann auch reichlich Zubehör und Meßtechnik.
Mit den damaligen Mitteln konnten bereits hervorragende technische Eckwerte erreicht werden.

...und die Menschen
Nicht zu vergessen natürlich... die Menschen, die das bauten und nutzten.

Aus diesen Gründen werde ich einige der Frühzeit- Geräte wieder auferstehen lassen, messen und testen, und versuchen, etwas  über ihre Zeit zu zeigen.

Wenn Sie Interesse an dieser Geschichte und Geschichten der Funktechnik haben, folgen Sie mir zu den Projekt- Seiten dazu, unter dieser Seite, oder im Menü links.







 

 

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