Anodenbatterie und Heizakku

"Edi- Anodenbatterie" und "Edi- Heizakku"
Für Uralt- Geräte sollte man Anodenbatterie und Heizakku vorhalten.
Und für Messungen sind die eine ausgezeichnete Stromversorgung, weil ohne Netzverbindung, wie sie Netzteile ja nun mal haben müssen, absolut keine Störungen einfließen können- dafür reicht u. U. auch schon der Netz- PE, wie ich feststellen mußte.
Es gibt etliche Anleitungen, normale Batterien oder Akkus, z. B. mit etwa 12 V, zu verwenden, und mittels Transverter die Spannung auf die benötigten Anodenspannungen hochzusetzen.
Dies erzeugt jedoch auch Störimpulse des Transverters, dies kann im angeschlossenen Empfänger Signale vortäuschen, die jedoch nur die Oberwellen des Transverters sind. die früher oft verwendeten mechanischen Wandler ("Zerhacker") und Sperrschwinger erzeugen bereits Oberwellen, moderne Schaltwandler aber oft enorm stark, diese bekommen Zugang zum Empfänger einfach über die Speiseleitungen, und sind selbst mit Drosseln und Kondensatoren nur schwer zu sperren. (Möglich ist es- der von mir verwendete Pegelmeßplatz arbeitet mit einem Transverter, und nutzt sehr aufwendige Entstörungsmaßnahmen in Betrieb).
Abhilfe schafft ein einfacher LC- Sinusgenerator, welcher einen sauberen Sinus erzeugen muß, anschließend ein üblicher NF- Endstufen- Verstärker, etwa aus einem Fernsehgerät, und ein "Netztrafo umgekehrt", der anstelle des Lautsprechers angeschlossen wird (z. B. 6 oder 12 V primär zu 220 V sekundär), danach Gleichrichtung und Siebung, ggf. eine einfache Stabilisierung mit Widerstand und "Glimmstabi".
Diese Lösung ist etwas größer und schwerer, und der Wirkungsgrad ist niedrig.
Bei Verwendung eines Bleiakkus 12 als Quelle jedoch eine gute Lösung, und es gibt keine Störungen durch Oberwellen.
Edi- Lösung: Einfache Batterien
Ich habe auf Kunstschaltungen verzichtet, ich verwende einfach normale 1,5 V- Batterien "AA" = "R6", die gibt es z. B. beim Anbieter Thomas Philips als 30er Pack, und beim Anbieter Reichelt gibt es 10- fach- Halter, die sind spottbillig, und man kann soviele Batterien zusammenschalten, wie man Halterplätze hat, und damit jede gewünschte Anodenspannung erreichen. Solche Halter gibt es auch für die kleineren R3- Elemente ("AAA").
Bei den geringen Anodenströmen historischer Geräte, und da man diese Geräte nicht mehr so intensiv nutzt, wie die Radiofreunde vor 100 Jahren, leben die Batterien mit Sicherheit viele Monate, bei mir wurde der Austausch meist durch Alterung fällig.
Natürlich kann man auch R3- oder R6- Akkus verwenden, die haben meist andere Spannungen, NiCd- Akkus z. B. 1,2 V. Es muß dann die entsprechende Anzahl von Zellen in Reihe geschaltet werden.
Lithium- Ionen- Akkus ("LiIon") würde ich wegen der Gefahr der Selbstentzündung solcher Akkus und der hohen Anzahl Zellen nicht verwenden- ein einziger "hochgehender" Akku reicht, und das Haus brennt ab !
Als Heizakku habe ich einen üblichen, billigen 6 V/ 4 Ah- Blei- Gel- Akku besorgt. Den kann man immer mit 0,1 der Nennkapazität (hier 400 mA) aufladen, und mit 0,01 der Nennkapazität (hier 40 mA) per Erhaltungsladung geladen halten. Es tut eigentlich jeder 6 Volt- Blei- Moped- oder Motorrad- Akku.
Die Halter mit Elementen und den Akku jeweils in eine kleine Holzkiste, etwa eine Zigarrenbox o. ä. verpackt, voilá !
Bau von Anodenbatterie und Heizbatterie
Hier der Bau von Anodenbatterie und Heizbatterie, keine Nachahmung historischer Originale, sondern "Phantasy"- ein eigener Stil, der zu uralten Radios paßt (finde ich).
Ich denke, sowas kann man machen- die früheren Original- Anodenbatterien waren Verschleißteile, und darum meist nur billige Pappkartons mit in Reihe geschalteten 1,5 V- Elementen, die Heizakkus aus Kunststoff oder Glas kamen aber zum Schutz gelegentlich in kleinen Holzkistchen daher.
Material
Alle Holzteile sind uralt, oder Möbelreste- ich habe eine Reserve aus Resten von Holz- Kabeltrommeln, alte Echtholz- Möbelteile, usw.
Weder bin ich ein begnadeter Tischler, noch versuche ich mich an Neuware- Perfektion, Aussehen wie ein nach einem Menschenalter wiederaufgearbeites historisches Gerät, mit deutlichen Spuren der Zeit, ist für mich ok.
Die Anschlüsse sind Kunststoffstreifen mit Messingschrauben, Messingmuttern und Messing- Rändelmuttern- das habe ich mir abgeschaut- so etwas verwendeten amerikanische Empfänger .

Ich habe eine uralte Holzbox mit Schiebedeckel, aus Uropas Zeiten, mit Wurmlöchern (ohne Einwohner) und vom Aussehen her nicht mehr frisch, herausgekramt, die Box reicht gleich für beide Spannungsquellen aus.

Teilen der Holzkiste, ich trenne mit einer speziellen Flexscheibe für Holz und Kunststoffe (ja, die gibt es !)
Anfertigung der Anschlußleiste aus Kunststoff (Rest von "Trespa"- Platten, die ich gern für Frontplatten verwende)

Holzteile beizen (Wurmlöcher mit dunklem Wachskitt verschlossen)

Gehäuse mit Schellack lackiert
Befüllen des Anodenbatteriekastens

Befüllen des Heizakku- Kastens
Fixieren von Akku und Battereien mit Schaumkunststoff

Test Anodenbatterie, niedrigste Anodenspannung, Soll 16,5 V.
Test Heizakku, Soll 6 V.
Anodenbatterie und Heizakku fertig
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