Bau der Rahmen- Meßantenne

Die Edi- Rahmen- Meßantenne, rechts der "Masthalter" im
Stil einer historischen Funkstation.
Ich erlaube mir, den deutschen Begriff "Rahmenantenne" oder "Schleifenantenne" zu verwenden, unsere eigene Sprache HAT für etliche technische Bauteile bereits eigene Begriffe, der Begriff "Rahmenantenne" wurde schon vor über 100 Jahren verwendet.
Ich habe mich für die "unsymmetrische, geschirmte Möbius- Schleifenantenne" entschieden. Sie ist leicht zu bauen und leicht zu berechnen. Unsymmetrisch deshalb, weil alle meine Geräte einen unsymmetrischen Eingang haben.
Auch möglich wären symmetrische Schleifenantennen mit je einem Balun an der Antenne und am Empfänger.- Für die kurzen Entfernungen, die für die Messungen vorgesehen sind, und da die Geräte bereits unsymmetrische Anschlüsse besitzen, ist dieser Aufwand unnötig.
Die gesetzliche Grundlage für die Tests ist die Verfügung der Bundesnetzagentur , welche für induktive Geräte der Nahfeldkommunikation (Vfg91/2025, Tabelle 1) die maximale Feldstärke in 10 m Entfernung festgelegt, und die läßt sich durch Berechnung der Feldstärke im Zentrum der Schleifenantenne, des nötigen HF- Stromes, sowie der Dämpfung nach Frequenz und Entfernung sehr genau berechnen.
Die Formeln sind nicht kompliziert, es ist Physik und Mathematik, keine höheren Rechenarten, aber... Formeldarstellungen auf Webseiten sind fehleranfällig- man sollte auch genau kontrollieren, ob die Größenordnungen stimmen, und die Maßeinheiten zustande kommen- das war einst quälender Unterrichtstoff in der Lehre, aber, wie ich finde, heute echt hilfreich.
Messungen mit meinem Equipment, einst hochwertig, welches heute einige Jahrzehnte auf den Röhren hat, aber nach einer Nacheichung immer noch Werte in den angegebenen Toleranzen aufweist, erweisen eine gesetzeskonforme Abstrahlung unterhalb der vorgegebenen Maximalwerte und errechneter Tabellenwerte für verschiedene Entfernungen.
Die Berechnungen werde ich nachvollziehbar für einige Werte veröffentlichen, sowie die komplette Tabelle.
Die Antenne kann man gut mittels eines Koaxkabels herstellen- genau das habe ich getan. Zweimal- eine gleiche Antenne dient als Empfangsantenne, damit ist eine sehr genaue Berechnung möglich.
Die Antennen haben genau 60 cm Durchmesser, sind in "Masthalter" und "Mast" zerlegbar, und können bei Nichtgebrauch in einem flachen Karton gelagert werden. Der "Masthalter" sieht aus wie ein historisches Funkstationsgebäude, auf dem dann der Mast plaziert wird. Dies war anfangs nicht beabsichtigt, es hat sich so ergeben.
Das Rohmaterial sind Sperrholz- Teile von alten Kabeltrommeln und eine alte Möbel- Leiste, sowie eine uralte Rolle Koaxkabel, davon nur 2 x 2 m.
Es werden einige Schrauben verwendet, da ich der Verklebung nicht traue- zumindest über sehr lange Zeit, wenn der Kleber so knochentrocken ist, daß er reißt.
Die Schrauben sind unmagnetische Messingschrauben, und tatsächlich beeinflussen sie (trotz denkbarer Wirbelstromverluste) die Messungen nicht- ich habe es getestet: Es ist sender- und empfängerseitig nicht die geringste Veränderung ohne oder mit Verwendung dieser Bauteile festzustellen.

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