Spezielle Schaltungen, Gas- Detektorröhren ohne Gitterwiderstand

Die gasgefüllte Perryman PD-200-A
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Die Gas- Detektorröhren sind auch ohne Gitterwiderstand anwendbar !
Was ganz erstaunlich ist.
Die Gasfüllung unter geringem Druck läßt einen Gitterstrom innerhalb der Röhre zu, so daß eine Gitteranlaufspannung entsteht.
Der Anodenstrom ist dabei denkbar gering- im Bereich von 0,1- 0,3 Milliampère.
Auch der Gewinn an NF war sehr gering, die Röhren hatten ja eine nur sehr geringe Steilheit.
Die Gas- Detektorröhren waren jedoch so überragend empfindlich als Audion, so daß man solche Betriebsarten anwandte.
Die geringe NF- Ausbeute wurde eben mit entsprechend vielen NF- Stufen "nach oben geholt", Rauschen und Nebengeräusche nahm man für Fernempfang hin.
Die ersten Vakuum- Trioden hatten noch geringes Vakuum mit Restspuren von Gasen (Luft) auch mit diesen Röhren kann es ausprobiert werden.
Röhren mit sehr hohem Vakuum haben da Probleme- die immer weiter steigende Elektronenladung durch den das Gitter durchfließenden Elektronenstrom kann den Elektronenfluß stoppen, das Gitter ist zu stark negativ aufgeladen.
Bei geringen Anodensapannungen kann es dennoch funktionieren- für Zwecke des Röhrenersatzes lohnt es sich, zu experimentieren.

Hier ein Beispiel aus der Zeitschrift "Electronical Experimenter" von Dezember 1916.
Der Gitteranschluß geht nur bis zum Drehkondensator. Wenn dieser eine hochwertige Keramikisolation besitzt, werden also alle Elektronen "auf dem Gitter sitzen bleiben".
Eine komplette Blockierung des Stroms tritt jedoch bei den wenigen Gitterwindungen und den ohnehin geringen Emissionen nicht au, zudem ist ja am Gitter die Eingangswechselspannung, die dem entgegenwirkt- es stellt sich ein Arbeitspunkt ein.

Hier ein Beispiel aus dem Buch von Edelman "Reflex Radio Receivers" von 1924.
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